Kommission "Kartographie und Forschung"
ZIELE
1. Propagierung und
Förderung der
wissenschaftlichen Positionierung der Kartographie sowie ihres
Selbstverständnisses, verantwortliche Disziplin für
die Kommunikation raumbezogener
Informationen zu sein
Ganz offensichtlich besteht der Widerspruch, dass
Kartographie in ist, Kartengraphen
aber out sind: Einerseits wird
anerkannt, dass Visualisierungen von raumbezogenen Informationen im
alltäglichen Leben eine immer größere
Beachtung und Bedeutung erfahren (Stichworte:
Google Maps, OpenStreetMap, Karten und Navigationslösungen auf
mobilen
Endgeräten). Andererseits ist aber festzustellen, dass
Ausbildungsprogramme in
der Kartographie, sei es an Berufs- oder Hochschulen, immer
weniger Gewicht erhalten bzw. sich integrieren.
Dementsprechend wird die Notwendigkeit gesehen, das
Selbstverständnis und die
mehrwertstiftende Rolle der Kartographie in der
(Fach-)Öffentlichkeit offensiver
als bisher zu vertreten.
2. Förderung des
Austausches über die
ganze Bandbreite aktueller Forschungsthemen sowie Initiierung von
Forschungskooperationen
Vergleicht man die inhaltliche Ausrichtung der Kommissionen zwischen
der DGfK sowie der International Cartographic Association (ICA), stellt
man
fest, dass eine Reihe aktueller Themen in der DGfK nicht
berücksichtigt werden bzw.
schwer in vorhandenen DGfK-Kommissionen integrierbar sind. Andererseits
zeigte aber
eine Umfrage der neuen Kommission, dass im deutschsprachigen Raum sehr
wohl
eine große Breite an aktuellen Themen verfolgt wird.
Dementsprechend wurde von
zahlreichen Personen aus Universitäten, Fachhochschulen,
Behörden und Firmen auch
die Schaffung einer expliziten Plattform zur Förderung des
Austausches begrüßt,
die idealer Weise zur Initiierung von Kooperationen beitragen kann.
Mit dieser absichtlich breiten und thematisch nicht
fokussierten Ausrichtung versteht sich die neue Kommission –
ähnlich zu der für
Angewandte Kartographie und Geovisualisierung –
ausdrücklich als Querschnittskommission
innerhalb der DGfK. Es ist offensichtlich, dass es hierbei durchaus
Überlappungen
zu Forschungsarbeiten in anderen Kommissionen gibt – aus
diesem Grunde sollen Kooperationen
auch aktiv gesucht und gefördert werden.
3. Aufbau und
Förderung inhaltlicher
Vernetzungen mit anderen Disziplinen
Auch wenn der inhaltliche Fokus auf Themen der kartographischen
Visualisierung gesehen wird, sollte eine Aufgabe der Kommission darin
bestehen,
mehrwertstiftende Verbindungen zu anderen Disziplinen (z.B.
Psychologie, Semiotik,
Informationsvisualisierung, Journalismus, Informatik, Geoinformatik)
aufzubauen
bzw. zu fördern.
4. Stärkung der
internationalen
Vernetzung und Verbesserung der internationalen Sichtbarkeit der
deutschsprachigen Kartographie
Speziell von Seiten der International Cartographic
Association (ICA) wurde der Wunsch artikuliert, dass die deutsche bzw.
deutschsprachige Kartographie international besser sichtbar wird
– sowohl durch
Übernahme von Funktionen innerhalb der ICA, aber auch durch
häufigere Veröffentlichungen
in Zeitschriften auf internationaler Ebene. Ein wichtiges Ziel besteht
daher in
der Förderung der Publikationstätigkeit
– sowohl in internationalen Zeitschriften, aber auch
besonders durch Beiträge
in den Kartographischen Nachrichten,
um auch deren Stellenwert anzuheben.
5. Gewinnung
neuer Mitglieder für die
DGfK
Durch die Betonung der Forschungskomponente
wird das
Potenzial gesehen, aus dem Bereich der Universitäten,
Fachhochschulen, Behörden
und Firmen neue Mitglieder für die DGfK zu gewinnen.
© Kommission für
Kartographische Forschung (DGfK e.V.) 2011